Eine aussichtsreiche Wanderung im Schöpflgebiet, die auf alten Wegen über die Wiesen und Weiden des „Pyrat“ genannten Streusiedlungsgebiets führt. Die Rundwanderung beginnt und endet in Laaben und bietet bei wenig Anstrengung viel idyllisches Landschaftserlebnis.
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Wir starten bei traumhaftem Wanderwetter zu Fronleichnam am Westbahnhof und der REX 51 bringt uns in einer halben Stunde nach Eichgraben, wo wir in den Bus 455 Richtung Hainfeld umsteigen.
Start in Laaben
Nach weiteren 22 Minuten steigen wir bei der Bushaltestelle Laaben Hauptplatz aus, gehen ein paar Schritte geradeaus und biegen dann rechts ab auf die Straße Richtung Brand.

Ihr folgen wir, bis nach ca. 300 Meter rechts etwas versteckt ein Feldweg abzweigt. Ein bisschen weiter oben ist auch eine verblasste Markierung zu erkennen.

Bauernhöfe und Bildstöcke
Der Weg führt jetzt sanft bergan über eine wunderschöne alte Streuobstwiese bis an den Waldrand. Dann geht’s geradeaus weiter durch ein kurzes Waldstück. Als die Bäume sich bereits wieder lichten, sehen wir einen weißen Kastenwagen am Waldrand stehen, der dort garantiert nicht hingehört. Dann taucht auch noch ein junger Mann mit Hund hinter dem Fahrzeug auf und ich bin froh, diesmal nicht allein unterwegs zu sein.

Der Mann steuert auf uns zu und spricht uns an mit „Do you speak english“. Es stellt sich heraus, dass der junge Este sich beim Wildcampen im Gatsch festgefahren hat und Hilfe braucht. Er begleitet uns dann zum nahegelegenen Reschreithof und die Bauersleute rücken mit ihrem Traktor aus und helfen ihm aus der Misere. Dabei erfahren wir, dass er bei weitem nicht der Erste ist, der sich beim Wildcampen in die Bredouille gebracht hat.

Kurz hinter dem Bauernhof biegen wir bei der ersten Gelegenheit rechts auf den markierten Wanderweg ab, der uns vorbei an einem alten Bildstock neben einer mächtigen Linde in Richtung Nordwesten führt.

Jetzt geht’s über eine idyllische Wiese mit Weitblick Richtung Osten zum Wegscheidhof. Sobald wir den Hof erreicht haben, überqueren wir die kleine Straße und halten uns links in Richtung Windbichlhof.

Hier steht wieder ein alter Bildstock neben einer mächtigen Linde – offenbar hatte seinerzeit hier jeder Bauernhof seinen eigenen Bildstock. Kurz danach zweigt rechts vom Feldweg ein kleines Fußwegerl ab, dem wir folgen und das uns über heckengesäumte Wiesen und kleine Waldstücke bis zum nächsten kleinen Straßerl führt.

Wieder kommen wir an einem kleinen Bildstock vorbei, diesmal neben einer alten Birke. Wir überqueren geradeaus das Straßerl, das Richtung Oberpyrath führt und folgen der Mountainbikestrecke „Laaben“ auf der das Radfahren verboten ist – so etwas habe ich auch noch nicht gesehen!

Hinter dem nächsten Hof wird der Weg wieder zu einem kleinen Fußpfad, der durch ein schönes Waldstück führt. Sobald wir wieder den Waldrand erreicht haben, lädt uns ein schattiges Bankerl zur Mittagsrast ein. Die erste Hälfte des Weges liegt jetzt hinter uns und wir genießen den fantastischen Fernblick Richtung Süden und Westen.

Nach der Pause geht’s über einen wunderbaren Wiesenweg bergab, vorbei am Bonnleitenhof bis zur Landstraße. Wir queren die Straße und folgen dem Güterweg in Richtung Burhof.

Weiter geht’s durch uraltes Bauernland bis zum „Burhof“ genannten Weiler. Hier halten wir uns links und biegen auf den Güterweg Eck ein. Jetzt geht’s immer geradeaus am Hügelrücken entlang. Der tolle Weitblick in alle Richtungen entschädigt uns dabei für die längere Asphaltstrecke.


Vor dem letzten Hof biegt der markierte Weg links ab und führt mitten durch den Hof. Hinter dem Hof wird der Weg wieder zu einem wenig begangenen Wiesenpfad, der entlang von Kuhweiden direkt ins Zentrum von Laaben führt.


Wieder im Ortsgebiet angekommen biegen wir rechts auf den Fußweg ein, der uns über ein kleines Brückerl über den Laabenbach zur Hauptstraße führt. Jetzt noch links abbiegen und schon sind wir wieder am Hauptplatz in Laaben angekommen.

Gleich neben der Bushaltestelle gibt’s es den Gasthof „Linde Laaben“, aber es ist gerade Ruhetag und wir steigen in den Bus der Linie 455, der uns wieder nach Eichgraben bringt.
Fazit
Wunderschöne kleine Wanderung, die vor allem durch ihre vielen freien Ausblicke in die schöne Landschaft des Voralpenlandes besticht. Sie ist auch für Ungeübte leicht zu schaffen, da es nur moderate Steigungen gibt. Auf der Strecke laden an mehreren Stellen Sitzbänke zu einer Rast ein, eine echte Einkehrmöglichkeit gibt’s aber erst zum Schluss.
Unter der Woche ist die Busverbindung gut getaktet, am Wochenende fährt der Bus allerdings nur alle zwei Stunden.
Wem diese Tour sportlich zu anspruchslos sein sollte, kann von der gleichen Haltestelle auf der anderen Talseite auf den Schöpfl gehen. Dort gibt’s einen echten Gipfel mit Aussichtswarte und bewirtschafteter Hütte.



