Sinfonie aus Wasser und Fels: Lammerklamm und Harrberger See

Die Wunderwelt aus Wasser, Fels und Licht. Foto: Karl Plohovich

Der klare Fluss, der von Abtenau her der Salzach zustrebt, bildet eine beeindruckende Klamm. Kein Wunder, dass diese Klamm eine eigene Homepage hat, die uns reichlich mit Bildern und Informationen versorgt: https://www.lammerklamm.at/lammerklamm

Da sich der Besuch der Klamm mit einem Badenachmittag am Harrberger See verbinden lässt, ergibt sich ein „Doppeltag“, eine Sinfonie aus Wasser und Fels.

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Gleich rechts vor dem Bahnhof Golling-Abtenau (der übrigens eine schöne Toilette hat) ist die Busstation. Der Bus 470 (oder 471) bringt uns zur Haltestelle „Oberscheffau Lammeröfen“. Von hier geht man vielleicht 400 Meter am Radweg leicht bergab, sieht die einladenden Hinweistafeln, überquert die Straße, geht, vorbei an einem WC-Häuschen (Wasserflaschen füllen?), zum Eingang der Klamm und bezahlt den Eintritt.

Die Klamm

Was uns nun erwartet kann nur mit vor Staunen geweiteten Augen, offenem Mund und offenen Ohren erfasst werden. Kinder werden, je nach Temperament, ehrfürchtig still oder begeistert laut werden: es sind nicht Presslufthämmer oder Sprengladungen, sondern das Wasser, das hier Hand angelegt und über Jahrtausende dieses „Kunstwerk“ natürlich geschaffen hat. Besonders spektakulär ist der kürzere, rechte (NO) Ast der Steiganlage.

Bei „Gegenverkehr“ muss man sich an den Fels drücken. Spätestens wenn man die Markierungen der Hochwasserstände entdeckt wird man die gewalttätige Seite des sonst so freundlichen, lebensspendenden Elements nicht mehr ausblenden können.

Am Weg durch die Klamm begleitet uns die Sinfonie der Lammer: bleibt man stehen und lauscht, wird man unschwer die verschiedenen Instrumente, von hellen Flöten bis zu dumpfen Trommeln differenzieren können.

Nach und nach wird das wilde Wasser immer zahmer und man erreicht – je nach Anzahl der Foto-Stopps – nach etwa 1 ½ Stunden das Gasthaus Lammerklause (https://www.lammerklause.at).

Am Ausgang der Klamm: die Filmcrew der „Bergretter“ (Staffel gezeigt Nov. 25). Foto: Karl Plohovich
Am Ausgang der Klamm: die Filmcrew der „Bergretter“ (Staffel gezeigt Nov. 25). Foto: Karl Plohovich

Es beginnt die zweite Hälfte des Doppeltags: Nun ist es kein Klammweg mehr, sondern ein schöner Rad- und Gehweg, dem man (die Lammertal Straße B 126 hat man überquert) für etwa 2 Kilometer folgt, von Wiesen und Auwäldchen und der nun nicht mehr tosenden, sondern murmelnden Lammer begleitet.

Der See

Und dann lässt sich Wasser noch von seiner erfrischenden und tragenden Seite genießen: über einen Feldweg geht es, dem Hinweisschild folgend, hinüber zum Eingang der Freizeitanlage „Harrberger See“ (https://harrbergsee.at/): Welch Freude, das eigene Gewicht vom klaren Wasser dieses Baggersees tragen zu lassen und dem Flüstern der Wellen der Schwimmtempi das Ohr zu leihen.

Harrberger See im Herbstmodus – die Farbe des Wasser ist im Sommermodus dieselbe! Foto: Karl Plohovich
Harrberger See im Herbstmodus – die Farbe des Wasser ist im Sommermodus dieselbe! Foto: Karl Plohovich

Die Bus Haltestelle ist nur 5 Minuten vom See entfernt (Richtung Salzburg muss man natürlich die Straße überqueren).

Dieser „Doppeltag“ eignet sich für Familien, Schulwandertage oder Seniorenausflüge. Und natürlich für alle, die dem Lebenselement Wasser auf verschiedene Weisen begegnen wollen.

Für Stärkungen und Einkehr ist gesorgt (Kassa beim Eingang, Lammerklause, Harrberger See). Der Klammweg ist sehr gut gesichert und wird ständig kontrolliert. Der Harrberger See bietet jenseits allen Trubels Schwimmvergnügen. Der größtenteils asphaltierte Rad-Gehweg lässt sich nicht vermeiden, es sei denn, man nimmt vom GH Lammerklause für zwei Stationen den Bus (Oberscheffau Ortsmitte>Oberscheffau Vorderleitner>Unterscheffau Harrberg).

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   2:00 Std Wandern   25 HM   100 HM   5 km   GPX Track

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Ein Kommentar

  1. Freut mich, dass die Öffi Tennengebirgs-Liebe nochmal entflammt ist – sieht nach einer sehr gemütlichen aber schönen Tour aus

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