Lampsenspitze: der Skitourenklassiker von Praxmar

Lampsenspitze. Foto: David Kurz

Diese Skitour zählt nicht umsonst zu den meistbegangenen im Sellrain und in Tirol. Die Lampsenspitze (2.875 Meter), die eigentlich ein runder Gupf ist, ist skitechnisch einfach zu bewältigen und quasi den ganzen Winter gespurt. Auf den hochfrequentierten Auf- und Abstiegsspuren liegt die Schwierigkeit wohl eher darin keine anderen Tourengeher über den Haufen zu fahren – Zwinker.
Jener Skitourenberg eignet sich gut für Anfänger. Ein Tourenlehrpfad mit LVS-Überprüfungssensor und Infotafeln auf der gesamten Aufstiegsspur führt in das relevanteste Thema beim Skitourengehen ein, die Lawinenkunde. 

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Im Schatten der anderen Klassiker des Lüsener Tales (Zischgeles, Roter Kogel, Lüsener Spitze, Lüsener Fernerkogel) geht es direkt vom Bus in die Skitourenbindung.
Zu Beginn führt der Aufstieg Richtung Nordwesten, ein kurzes Stück über einen Rodelweg, bis sich linker Hand der meist präparierten Spur eine Schlag im Zirbenwald zeigt. Dort zweigt man ab und schlängelt sich durch den duftigen, lichten Zirbenwald empor. Immer wieder kreuzt man die Rodelbahn. Bei dessen Überquerungen bitte auf schwerfälligen Querverkehr achten. 

Blick auf das Inntaler Nebelmeer kurz unter der Koglalm. Foto: David Kurz
Blick auf das Inntaler Nebelmeer kurz unter der Koglalm. Foto: David Kurz

Kurz unter der Koglalm erreicht man die Baumgrenze auf etwa 2000 m Seehöhe. Dann erst hat man schöne freie Skihänge vor sich. Der Blick auf ein einzigartig kupiertes Gelände lässt das Skifahrer Herz höher schlagen. Den mittelsteilen Hang, rund 25 °, steigt man am Steinmann vorbei bis zur Nordseite des Schönbichls auf 2348 m. Danach unbedingt rechts halten. Manchmal ist hier eine Aufstiegsspur nach Süden, Richtung Zischgeles angelegt, da wollen wir aber nicht landen. 

Beim Aufstieg. Foto: Noah Platter
Beim Aufstieg. Foto: Noah Platter

In niedrigen Rinnen und Mulden zieht sich der Weg nun etwas in nordwestlicher Richtung hinauf.  Zwei steilere Aufschwünge quert man nach rechts, also Richtung norden schauend. Von Südosten erreicht man am Ende des Hanges das Satteljoch auf 2734 m Seehöhe. Hier errichtet man normalerweise ein Skidepot. Der felsdurchsetzte Gipfelaufbau ist meist abgeblasen.

Erfahrene Skibergsteiger können den Gipfelaufbau rechts umgehen und so bis zum Gipfel aufsteigen. 

Am Gipfel: Das Foto des Jahres, Alice und der Hund. Fotos: Noah Platter

Die anschließende Abfahrt wird ein Genuss. Das sanft wellige Gelände lässt eine Vielzahl von Abfahrtsrouten zu. Wenn man gegen Ender der Abfahrt  die Koglalm und die Rodelbahn darunter anfixiert, kommt man ohne Schwierigkeiten zum Ausgangspunkt zurück. 

Powder-Hang unterhalb vom Satteljoch. Foto: Noah Platter
Powder-Hang unterhalb vom Satteljoch. Foto: Noah Platter

Motivierte Skitourengeher, die nach den Lampsen noch nicht genug haben, können ab der Koglalm noch zum Sellrainer/Praxmarer (weiß der Geier wie der heißt, jedenfalls nicht Rietzer) Grieskogel aufsteigen.

Blick auf die Abfahrtshänge vom angrenzenden Grieskogel. Foto: David Kurz
Blick auf die Abfahrtshänge vom angrenzenden Grieskogel. Foto: David Kurz

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   5:00 Std Skitour   1.200 HM   1.200 HM   9 km   GPX Track

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