Zwischen Weihnachten und Neujahr nutze ich die Chance und plane eine Tour im Schnee von Payerbach nach Puchberg. Wir machen und zu zweit auf den Weg (mein Freund und ich) und es geht von Wien mit dem CJX9 nach Payerbach-Reichenau, von wo es im Sonnenschein hinauf auf die Jubiläumsaussicht, weiter durch den Schnee über die Bodenwiese zum Alpleck, bergab Richtung Ternitzerhütte und entlang der Schneebergbahn nach Puchberg am Schneeberg geht. Wir stapften (ohne Schneeschuhe) durch ein wahres Winterwunderland, mit im Sonnenschein glitzernden Schneeflächen und romantisch schneebedeckten Wäldern. Die Schnee“mengen“ haben wir etwas unterschätzt und das Schneewandern war zwischendurch anstrengender als geplant. Wir haben die Tour (etwa 18,5 km und 900 hm) trotzdem in den geplanten 5,5 Stunden geschafft und es ging vom Bahnhof Puchberg am Schneeberg mit dem R98 und dem CJX9 wieder zurück nach Wien.
Die Tour
Start der Tour ist am Bahnhof Payerbach-Reichenau, von wo es erstmal unter der Bahn durchgeht und dann hinauf Richtung Waldburgangerhütte (Beschilderung und blauer Markierung folgen) zuerst noch am Asphalt aber dann schnell auf Waldwegen und teils rutschigen und steilen Abschnitten. Am Weg zur Hütte gehen wir an der Jubiläumsaussicht vorbei und genießen für einen Moment den Blick auf die schneebedeckten Felder Richtung Semmering und Rax.




Von der Jubiläumsaussicht ist es nicht mehr weit zur Waldburgangerhütte und nach etwas mehr als 1,5 Stunden kommen wir bei der Hütte und der Bodenwiese an. Am Bankerl vor der Hütte im Sonnenschein machen wir eine kurze Pause und essen unsere mitgebrachten Weckerl.


Von der Hütte geht es über die schneebedeckte Bodenwiese immer den Weg entlang und nach knapp 1,5 Kilometern halten wir uns bei einer Beschilderung links. Auf diesem Weg bleiben wir einige Zeit und von der Bodenwiese geht es zurück in den romantischen Schneewald. An der ersten beiden Kreuzung halten wir uns rechts und folgen der Beschilderung zur Knofeleben.




Nach insgesamt etwa 3 Stunden kommen wir zum Alplkreuz, einer großen Wegkreuzung. Hier folgen wir dem Weg leicht nach rechts und leicht bergab. Nach etwa einem Kilometer folgen wir der Forststraße nach rechts und bei der nächsten Wegkreuzung nach links. Es geht immer leicht bergab im Schnee durch den Wald und nach einem weiteren Kilometer ist bereits Puchberg mit 2 Stunden Wegzeit angeschrieben.



Von hier geht weiter zur Kaltwasserwiese (Ternitzerhütte) und schließlich kreuzen wir die Schneebergbahn und landen auf einer Forststraße. Dieser Forststraße neben der Schneebergbahn folgen wir bis nach Puchberg. Am Weg hinab kommen wir noch an der Hengsthütte vorbei und genießen den Ausblick über die umliegenden Berge.




Nach etwa 5 Stunden kommen wir in Puchberg an und es geht etwas durchs Dorf durch (immer entlang der Schneebergbahn) und um 15:30 Uhr erreichen wir den Bahnhof genau rechtzeitig, sodass wir um 15:36 Uhr mit dem Zug zurück nach Wr. Neustadt und weiter nach Wien fahren können.


Fazit
Eine traumhafte Winterwanderung ums Eck von Wien. Eigentlich wollten wir nur ein bisschen durch den Schnee spazieren, aber schlussendlichen sind wir dem Schnee nicht mehr entkommen. Der Aufstieg ist teils steil und durch den Schnee etwas eisig und rutschig. Hier hätten uns Grödel sicher etwas geholfen. Der Blick von der Jubiläumsaussicht ist wunderschön und lädt zum Verweilen ein. Teils wären Schneeschuhe bestimmt von Vorteil gewesen bzw. hätten sie die Wanderung etwas leichter gemacht. Insgesamt war es durch den Schnee eine etwas intensivere Tour. Wir sind kaum Leuten begegnet und haben die Ruhe im schneebedeckten Wald sehr genossen. Bei der Hengsthütte hätte man die Möglichkeit, sich Rodeln auszuborgen und mit diesen ein schönes Stück des Weges bergab zu düsen. Wir werden den Weg nächsten Winter bestimmt erneut gehen und dann den Rodelverleih der Hengsthütte ausnutzen und gegebenenfalls mit Schneeschuhen wandern.



