Riesachfälle: Kühles Paradies bei wildem Wasser

Foto: Thomas Obermair, POW AT

Eines der idyllischen Hochtäler in den Schladminger Tauern ist das Riesachtal. Schon im hinteren Bereich, bei den “Klafferkesseln”, beeinflusst das viele Wasser die Landschaft stark. Im eigentlichen Hochtal ersetzen Almwiesen die Felsen und der große Riesachsee breitet sich aus. Im Aufstieg dorthin mischen sich Felsen und üppige Vegetation – die Riesachfälle eröffnen den Kontrast auf ihrem wilden Ritt ins Tal. Das verspricht ein Spektakel und Abkühlung im Sprühnebel!

Der Bus bringt dich vom Bahnhof Schladming direkt zum Ausgangspunkt – Endstation “Schladming Untertal Riesachfall”. Entlang des Weges gibt es einige Haltestellen in Schladming, Rohrmoos und entlang des ganzen Untertals.

Aufstieg

Der Riesachfall ist eine bekannte Größe der Naturschauspiele in der Region. Man ist deshalb sicherlich nicht allein unterwegs, dafür ist es auch schwer, sich zu verlaufen. Der Weg (“Riesachfallsteig” und später durch die “Höll”) ist gut beschildert und befestigt. Zudem ist er klugerweise als Einbahn ausgeschrieben.

Zwischen Riesachbach und dem Gasthof am Parkplatz startet der Weg und schon nach nur ein paar Höhenmetern gibt es den ersten Aussichtspunkt zum kleineren Unteren Riesachfall. Der Ausblick auf den großen Oberen Riesachfall muss sich gleich danach härter erarbeitet werden: Das steilste Stück mit einigen Serpentinen am befestigten Wanderweg steht bevor.

Direkt über den sich tosend in die Tiefe stürzenden Wassermassen des größeren Wasserfalls führt uns eine Brücke auf die andere Seite des Riesachbaches. Hier wechselt der Weg den Namen, der Charakter bleibt aber ähnlich. Zuerst noch eher steil bergauf, bis wir die Hängebrücke erreichen und in einiger Höhe die kleine Schlucht überschreiten. 

Anschließend flachen der Weg und das Gelände ab, ringsum beginnt sich der Wald immer mehr zum Märchenwald zu wandeln, ehe man unterhalb der Gföller Alm im weiten Riesachtal ankommt. Hier finden alle Herzen einen Platz zum Verweilen, bei der Gföller Alm, entlang des Seeufers oder hinter dem See bei der Kaltenbachalm (circa 20 Minuten).

Das Ende der Schlucht ist wie gewohnt gut befestigt. Eine kurze Leiter mit Handlauf wurde installiert. Foto: Thomas Obermair, POW AT
Das Ende der Schlucht ist wie gewohnt gut befestigt. Eine kurze Leiter mit Handlauf wurde installiert. Foto: Thomas Obermair, POW AT
Auch flachere Wege sind gut befestigt! Foto: Thomas Obermair, POW AT
Auch flachere Wege sind gut befestigt! Foto: Thomas Obermair, POW AT
Und natürlich gibt’s noch die ein oder andere Aussichtsplattform. Foto: Thomas Obermair, POW AT
Und natürlich gibt’s noch die ein oder andere Aussichtsplattform. Foto: Thomas Obermair, POW AT
Geschmückter Trinkbrunnen der Kaltenbach Alm. Foto: Thomas Obermair, POW AT
Geschmückter Trinkbrunnen der Kaltenbach Alm. Foto: Thomas Obermair, POW AT

Abstieg

Das Einbahnsystem des Steigs erhöht den Komfort im Aufstieg erheblich. Den Abstieg verschnellert es, denn der führt uns zackig über die Forststraße hinab zur Bushaltestelle beim Parkplatz.

Tipp

Eine Verlängerung der Tour bietet sich nicht nur oben im Riesachtal an. Vom Ortsgebiet Schladming bis zum GH Riesachfall gibt es mit dem Themenweg “Wilde Wasser” ein idyllisches Naturerlebnis samt ausführlicher Info zur Naturlandschaft und dem Lebensraum des Tal- bzw. Untertalbaches. Es empfiehlt sich, diesen vor dem Riesachfallsteig zu gehen, und anschließend mit dem Bus zurück nach Schladming zu fahren. Die Kombination ergibt eine Strecke von etwa 17 Kilometern bei in Summe 700 Höhenmetern Aufstieg. Die vielen Haltestellen in Bachnähe ermöglichen auch eine verkürzte Variante.

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   2:30 Std Wandern   330 HM   330 HM   5 km   GPX Track

Weiterführende Links

Infos zu den Wanderbussen in der Region Schladming-Dachstein

Themenweg Wilde Wasser am Tourenportal des TVB Schladming-Dachstein

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