Kalkspitzen hoch 2

Beim Reinfahren ins Tal begegnet uns ein Bus. Im Hintergrund sehen wir schon unser erstes Gipfelziel, die Steirische Kalkspitze. Foto: Moni

Von der Ursprungalm auf die Steirische und die Lungauer Kalkspitze

Der Start auf der auf 1.604 Metern gelegenen Ursprungalm lässt die Kalkspitzen – gemeint sind die Lungauer und die Steirische Kalkspitze – zu einer Halbtagestour werden. Die landschaftlich mehr als lohnenswerte Ecke bei den Giglachseen mitsamt ihrer Hütten- und Almenkulinarik lädt jedoch dazu ein, gleich einen Tagesausflug zu machen. Optional kann diese Tour mit der Überschreitung vom Obertal ins Preuneggtal (oder vice versa) kombiniert werden.

Das Abenteuer beginnt bei dieser Tour eindeutig schon vor dem Loswandern, nämlich auf der Anreise mit dem Bus von Schladming zur Ursprungalm. Ab der Strickbrücke fährt der Bus nämlich auf einer Forststraße, die zum Ende hin alles andere als flach ist und noch dazu ziemlich enge Kurven hat.

Beim Reinfahren ins Tal begegnet uns ein Bus. Im Hintergrund sehen wir schon unser erstes Gipfelziel, die Steirische Kalkspitze. Foto: Moni
Beim Reinfahren ins Tal begegnet uns ein Bus. Im Hintergrund sehen wir schon unser erstes Gipfelziel, die Steirische Kalkspitze. Foto: Moni

Aufstieg

So richtig los geht’s dann natürlich erst, nachdem wir aus dem Bus ausgestiegen sind. Von der Ursprungalm weg führt ein Wanderweg unmittelbar neben der steilen Forststraße bergauf. Bis zum Preuneggsattel gehen wir stückweise auch immer wieder auf dieser Forststraße — nur in den flachen Bereichen, versteht sich.

Am Weg Richtung Preuneggsattel. Foto: Anna, POW AT
Am Weg Richtung Preuneggsattel. Foto: Anna, POW AT

Schon bald sind wir bei der Giglachseehütte, von wo aus wir erstmals einen herrlichen Blick auf die beiden Giglachseen haben.

Blick auf den Oberen und Unteren Giglachsee sowie die Ignaz-Mattis-Hütte (links zwischen den beiden Seen). Foto: Anna, POW AT
Blick auf den Oberen und Unteren Giglachsee sowie die Ignaz-Mattis-Hütte (links zwischen den beiden Seen). Foto: Anna, POW AT

Hungrig sind wir klarerweise noch nicht, als wir im Aufstieg an der Hütte vorbeikommen. Deswegen nehmen wir uns den Einkehrschwung für den Abstieg vor. Zuerst gilt es, die beiden Gipfelziele abzuhaken.

Von weiter oben wird noch klarer ersichtlich, dass es wirklich mehr als ein See ist. Foto: Anna, POW AT
Von weiter oben wird noch klarer ersichtlich, dass es wirklich mehr als ein See ist. Foto: Anna, POW AT

Wir sind ja viel am (Öffi-) Wandern, aber dennoch bringen uns besonders schöne Steige und Ausblicke (glücklicherweise!) immer noch zum Staunen. Und der Weg auf die beiden Kalkspitzen gehört definitiv dazu! Von der Giglachseehütte geht es stetig bergauf bis zum Znachsattel, der die Grenze zwischen den Bundesländern Steiermark und Salzburg darstellt. Von hier aus könnte man Richtung Weißpriach im Lungau absteigen. Wir wollen aber heute noch weiter hinauf, statt schon hinunter. Das nächste Zwischenziel ist die Ahkarscharte. Hier müssen wir uns dann für eine der beiden Kalkspitzen entscheiden.

Da stehen wir nun auf der Ahkarscharte und wissen nicht, für welche der beiden Kalkspitzen wir uns entscheiden sollen. Aber warum denn auch? Wir könnten ja auch gleich beide “mitnehmen”. Doch diese Erkenntnis verlagert das Problem nur: Mit welcher der Kalkspitzen sollen wir denn anfangen? Mit der Steirischen oder der Lungauer? Immer diese Entscheidungen …

Letztendlich entscheiden wir uns dann für die Steirische – aus patriotischen Gründen (wir sind ja zwei Steirerinnen), auch wenn sie um ein paar Meter niedriger ist als ihr Lungauer Pendant.

Zuerst kommt also die Steirische Kalkspitze dran. Foto: Anna, POW AT
Zuerst kommt also die Steirische Kalkspitze dran. Foto: Anna, POW AT

Nach der Steirischen ist vor der Lungauer Kalkspitze, könnte man heute sagen. Wieder zurück an der Ahkarscharte, von der man übrigens nach West Richtung Obertauern sieht, nehmen wir die letzten rund 150 Höhenmeter zum Gipfel der Lungauer Kalkspitze in Angriff.

Die Lungauer Kalkspitze ist heute nur unsere zweite Wahl. Foto: Anna, POW AT
Die Lungauer Kalkspitze ist heute nur unsere zweite Wahl. Foto: Anna, POW AT
Der langgezogene flache Grat der Lungauer Kalkspitze. Foto: Anna, POW AT
Der langgezogene flache Grat der Lungauer Kalkspitze. Foto: Anna, POW AT

Natürlich ist die Aussicht von dort oben auch nicht gerade schlecht:

Gipfelpanorama

Einmal geht’s noch: Die Giglachseen in voller Pracht. Foto: Anna, POW AT
Einmal geht’s noch: Die Giglachseen in voller Pracht. Foto: Anna, POW AT
Blick Richtung Süden, ergo Lungau. Foto: Anna, POW AT
Blick Richtung Süden, ergo Lungau. Foto: Anna, POW AT

Abstieg

Der Abstieg hält heute ausnahmsweise nichts Neues für uns bereit. Ein drittes Mal erreichen wir nun die Ahkarscharte, wo wir rechts abbiegen und talwärts marschieren. Der große Vorteil des Bergabgehens ist hier, dass wir — im Gegensatz zum Aufstieg — die Giglachseen ständig im Blick haben.

Dem schon angepeilten Einkehrschwung auf der Giglachseehütte lassen wir auf der Ursprungalm noch einen weiteren folgen, um uns die Wartezeit auf den Bus etwas zu versüßen.

Fazit zur Tour

Eine wirklich eindrucksvolle Tour in den Schladminger Tauern. Die Kalkspitzen sind ein echter Klassiker – und noch dazu super mit Öffis machbar!

Tipp

Wer – so wie wir – voll auf Öffi-Überschreitungen steht, kann die hier beschriebene Kalkspitzen-Tour mit der Giglachseen-Überschreitung (vom Obertal zur Ursprungalm) kombinieren. Umgekehrt funktioniert die Route natürlich genauso!

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   5:30 Std Wandern   1.000 HM   1.000 HM   12.5 km   GPX Track

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert