Giglachseen: Vom Obertal ins Preuneggtal

Der Ausfluss des Unteren Giglachsees. Foto: Anna, POW AT

Vom Preuneggtal geht es über Wander- und Karenwege hinauf zu den eindrucksvollen Giglachseen — ein besonderes Highlight der Schladminger Tauern! Ebenfalls empfehlenswert ist eine Einkehr in der direkt am See gelegenen Ignaz-Mattis-Hütte. Der Abstieg zur nächsten Bushaltestelle fällt außerordentlich kurz aus. Wem diese Tour zu wenig herausfordernd ist, kann noch eine der Kalkspitzen (oder gleich beide!) dranhängen.

Wie bei jeder Öffi-Tour beginnt die Planung schon mit dem Raussuchen günstiger Öffi-Verbindungen für eine Überschreitung. Dass wir zu den Giglachseen wollen, ist für uns schnell klar. Für uns kristallisiert sich die Variante mit Start im Obertal und Ziel im Preuneggtal, genauer gesagt bei der Ursprungalm heraus. Wie sehr der Bergsport auf die Anreise per PKW zugeschnitten ist, zeigt schon alleine der Name unserer Ausstiegshaltestelle: Hopfriesen Parkplatz.

Hier geht’s los. Foto: Anna, POW AT
Hier geht’s los. Foto: Anna, POW AT

Aufstieg

Anfangs geht es durch den Wald — über Wurzelteppiche, weichen Waldboden, an tosenden Bächen vorbei. Besonders an heißen Tagen bleibt es hier noch angenehm kühl.

Bei der Lackneralm wird es dann etwas flacher und das Tal weiter. Hier kann man sich zwischen zwei Wegen entscheiden: der eine führt über den Landauersee, der andere ist etwas direkter. Wir entscheiden uns heute über den etwas direkteren.

Danach folgt ein steiler Karenweg. Bald darauf wird es dann aber so richtig schön! Bilder sagen hier mehr als tausend Worte:

Wir kommen den Giglachseen schon näher. Foto: Anna, POW AT
Wir kommen den Giglachseen schon näher. Foto: Anna, POW AT
Der Ausfluss des Unteren Giglachsees. Foto: Anna, POW AT
Der Ausfluss des Unteren Giglachsees. Foto: Anna, POW AT

Auf der Ignaz-Mattis-Hütte machen wir einen Einkehrschwung und genießen die Aussicht auf die Giglachseen und die umliegenden Berge der Schladminger Tauern.

Hier sieht man auch den Oberen Giglachsee und die Lungauer Kalkspitze (rechts hinten). Foto: Anna, POW AT
Hier sieht man auch den Oberen Giglachsee und die Lungauer Kalkspitze (rechts hinten). Foto: Anna, POW AT
Steirische Hüttenkulinarik: Apfelstrudel, Steirerkasbrot und Erbsencremesuppe. Foto: Anna, POW AT
Steirische Hüttenkulinarik: Apfelstrudel, Steirerkasbrot und Erbsencremesuppe. Foto: Anna, POW AT

Abstieg

Gut gestärkt brechen wir von der Hütte auf. Es geht gemütlich den See entlang zur nächsten Hütte, zur Giglachseehütte. Hungrig sind wir noch nicht, deswegen legen wir hier keinen zweiten Einkehrstopp ein. Stattdessen genießen wir nochmals die Aussicht auf den See.

Diese Aussicht hat wahrlich Bilderbuchcharakter!  Foto: Anna, POW AT
Diese Aussicht hat wahrlich Bilderbuchcharakter!  Foto: Anna, POW AT

Wer die Seen in voller Pracht von weiter oben sehen möchte, dem sei die Variante mit den Kalkspitzen ans Herz gelegt.

Ein kleiner Vorgeschmack auf die zu erwartende Aussicht am Weg zu den Kalkspitzen. Foto: Anna, POW AT
Ein kleiner Vorgeschmack auf die zu erwartende Aussicht am Weg zu den Kalkspitzen. Foto: Anna, POW AT

Die minimalistische Variante führt direkt zur Urprungalm, die man von der Giglachseehütte in ca. einer halben Stunde erreicht. Dort befindet sich auch schon die Bushaltestelle. Eher eine Seltenheit, dass der Bus bis auf die Alm hinauf fährt, nicht? Wir finden’s jedenfalls sehr praktisch, denn wo lässt sich’s entspannter warten als auf einer Alm?

DIE Ursprungsalm besteht eigentlich aus mehreren Almen. Foto: Anna, POW AT
DIE Ursprungsalm besteht eigentlich aus mehreren Almen. Foto: Anna, POW AT

Abreise

Erfreulicherweise sind wir bei Weitem nicht die einzigen, die den Bus hinunter nach Schladming nehmen, wie folgende Fotos eindrucksvoll zeigen,

Eine ziemliche Schlange beim Einsteigen in den Bus Nr. 972. Foto: Toni, POW AT
Eine ziemliche Schlange beim Einsteigen in den Bus Nr. 972. Foto: Toni, POW AT
Ein Linienbus, wo man ihn nicht unbedingt vermuten würde. Im Hintergrund die Steirische Kalkspitze. Foto: Moni
Ein Linienbus, wo man ihn nicht unbedingt vermuten würde. Im Hintergrund die Steirische Kalkspitze. Foto: Moni

Fazit zur Tour

Die hier beschriebene Giglachseen-Variante ist sehr empfehlenswert. Die weniger begangene Aufstiegsroute ist sehr ruhig und morgens schön schattig. In den Trubel kommt man erst ab der Ignaz-Mattis-Hütte. Durch die hoch gelegene Bushaltestelle bei der Ursprungalm fällt der Abstieg sehr kurz und daher knieschonend aus.

Tipps

Als Erweiterung bietet sich die Tour auf die Lungauer und/oder Steirische Kalkspitze an. Auch ein Abstieg Richtung Weißpriach (Lungau) ist eine Option.

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   4:30 Std Wandern   925 HM   400 HM   10.5 km   GPX Track

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