Vom Grünen See auf die Pribitz und über die Jassingalm zurück

Pribitzalm. Foto: Martin Winter

Meine insgesamt zweite Mitgliederwanderung für Bahn zum Berg führte uns Mitte September 2025 auf die Pribitz. Letztes Jahr hatte ich schon einmal eine Wanderung auf die Pribitz unternommen, da ich die Absicht hatte diese Wanderung für die Naturfreunde anzubieten. Damals bin ich allerdings über den Stockerwandsteig abgestiegen.

Für unsere Mitgliedswanderung suchte ich eine längere Variante und so entschloss ich mich bei der Planung für den Abstieg über Pribitzalm und Reitsteig zur Jassingalm. Auch deshalb, weil es auf der Jassingalm eine Einkehrmöglichkeit gibt, die für uns in Frage kommen könnte.

Als Aufstieg entschied ich mich für den Reihensteig (unmarkierter Weg, Ostanstieg). Dieser führt durch ein Wildschutzgebiet und ist deshalb nur zwischen Mitte Juni und Mitte Oktober begehbar.

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Wir starten bei Traumwetter pünktlich von der Bushaltestelle „Tragöß-Oberort Grüner See“ auf dem Wanderweg 832. Nach ca. 400 Metern verlassen wir den Wanderweg und nehmen des Pfad an der Westseite des Pfarrerteiches. Wir erreichen nach weiteren 300 Metern den als Styrian Iron Trail markierten Weg Richtung Nordosten, der nach weiteren 400 Metern in den Wanderweg 837 mündet.

Nach 600 Metern verlassen wir den Wanderweg 837 und nehmen den Pfad westlich. Bis zum Einstieg in den Reihensteig queren wir mehrmals die Forststraße. Bis jetzt haben wir ca. 230 Höhenmeter absolviert. Die letzten paar Meter bis zum Einstieg des Reihensteiges sind etwas unübersichtlich, aber nach einer Kurve ist bereits das Gatter zu sehen.

Der Steig verläuft zunächst weiteren durch den Wald – in einer Grube sehen wir die skelettierten Reste eines Steinbockes – stets leicht nach Nordwesten verlaufend, begleitet von jüngeren Schutthalden.

Steinbock-Skelett. Foto: Martin Winter
Steinbock-Skelett. Foto: Martin Winter

Nach 500 Metern queren wir eine ältere Schutthalde, d.h. die Vegetation hat bereits wieder überhand gewonnen und den Weg gefestigt, bevor der Steig wieder in den Wald eintaucht.

Etwas später ändert der Steig seine Richtung nach Südwesten (eine Stelle ist dort auch mit einem Stahlseil gesichert) und es beginnt der Hauptanstieg auf die Pribitz. Die nächsten 300 Meter (ca. 140 Höhenmeter) geht es nun in Serpentinen, steil bergauf über eine Schutthalde (ebenfalls schon wieder gut befestigt durch die Vegetation) bis zu einer Wand, an der wir ein Marterl erkennen.

Sumpfherzblatt. Foto: Martin Winter
Sumpfherzblatt. Foto: Martin Winter

In der Folge steigt der Weg wieder Richtung Nordwesten an, doch zuvor ist der Weg durch eine Brücke aus Holz inklusive Stahlseil gesichert.

Reihensteig. Foto: Martin Winter
Reihensteig. Foto: Martin Winter

Nach ca. 400 Metern (200 Höhenmetern) erreichen wir eine Wegkreuzung, hier besteht die Möglichkeit Richtung Westen direkt zur Pribitzalm weiterzuwandern. Wir jedoch setzen den Aufstieg – jetzt nur mehr leicht ansteigend – Richtung Südwesten bzw. Süden auf die Pribitz fort und erreichen nach 900 Metern den Gipfel.

Am Gipfel angekommen öffnet sich uns die umliegende Bergwelt (Messnerin, Hochturm usw.) und vor allem das Tal Richtung Tragöß, Pichl-Großdorf, durchflossen von der Laming, die schlussendlich an der Grenze zwischen Bruck/Mur und Kapfenberg in die Mürz mündet.

Und natürlich werfen wir einen Blick auf den fast senkrecht darunter liegenden Grünen See, immer mit Respektabstand zum Abgrund.

Jetzt ist Zeit zum Jausnen, Gipfelkreuz-Gruppenfoto machen und für einen Bahn zum Berg Eintrag ins Gipfelbuch.

Die Messnerin lacht uns vom Osten zu und hat uns schon einen Großteil des Aufstieges begleitet. Spätestens im Bus nach Hause stand der Entschluss zu einer weiteren Mitgliedswanderung auf die Messnerin im Oktober fest.

Nach ca. einer halben Stunden machen wir uns wieder auf und beginnen mit dem Abstieg zur Pribitzalm (ca. 1,5 Kilometer, Almabtrieb war aber schon und die Hütte ist somit zu).

Pribitzalm. Foto: Martin Winter
Pribitzalm. Foto: Martin Winter

Die Pribitzalm liegt in einer Mulde, d.h. es geht zunächst wieder bergauf. Für ca. 1,5 Kilometer folgen wir dem Weg Richtung Norden zunächst auf einem Pfad und dann auf einer Forststraße – im Westen erhebt sich der Lenkerkogel (1.558 Meter). Den Reitsteig erreichen wir, indem wir die Forststraße verlassen und eine Weide queren, an deren Ende sich deutlich ein Pfad abzeichnet.

Die nächsten 4,5 Kilometer legen wir jetzt auf dem Reitsteig zurück und steigen 600 Höhenmeter bis zur Jassingalm ab. Der Steig ist angenehm zum Gehen, Schwierigkeitsgrad meistens T1, nur vereinzelt T2.

Jetzt befinden wir uns auf dem Wanderweg 832 („Almweg“) und nur wenige Meter trennen uns von der Jassingalm-Hütte. Da noch genügend Zeit bleibt, kehren wir ein. Für die restlichen 5 Kilometer sollte man ca. 1,5 Stunden einplanen, damit man auf der sicheren Seite ist und den letzten Bus erwischt.

Gestärkt setzen wir unsere Wanderung auf dem Wanderweg 832 (Styrian Iron Trail) fort. Bis zum Grünen See gehen wir meist auf Schotter, das letzte Stück auf Asphalt.

Es bleibt noch Zeit zum Grünen See hinunterzusteigen. Es bietet sich uns das übliche Bild im Herbst, das Wasser hat sich stark zurückgezogen, die Sonne ist schon über den Bergen verschwunden, eine eigenartige Stimmung, schwer zu beschreiben. Dazwischen tummeln sich Ausflügler, die üblichen Tagestouristen, nur wenige wirkliche Wanderer.

Die Lokalitäten am Grünen See lassen wir hinter uns und machen am Weg zur Bushaltestelle noch einen Abstecher ans Ufer des Kreuzteiches.

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   6:30 Std Wandern   1.000 HM   1.000 HM   17.5 km   GPX Track

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Ein Kommentar

  1. Auchtung ! hab gehört das die Brücke nach dem Reihensteig nicht begehbar ist. Bitte vorher erkundigen. Vielleicht hat sie schon wer repariert.
    Vlg.Hubert Teubenbacher Bruck

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