Komm mit zu einer gemütlichen Wanderung in den Fischauer Vorbergen. (Beitragsbild von Manuela L.)
Gemütlich nach Bad Fischau-Brunn
Meine Freundin Manuela und ich haben Knieprobleme und wollen es gemütlich angehen. Das beginnt schon als wir nicht zu zeitig am Bahnhof Meidling nicht den Railjet, sondern den Regionalzug R 98 nach Bad Fischau-Brunn nehmen. Hier geht es kurz durch die Ortschaft, bevor wir in den Mischwald eintauchen. Sanft bergauf führt uns der Weg zur Waldandacht.

Beim ehemaligen Waldwirtshaus zum Kürassier, der immer noch mit langem Schwert und einem Krug Bier in der Hand auf der Fassade herumstiefelt, biegen wir rechts ab, weil wir zwei der hier zahlreichen Höhlen, die Falschmünzerhöhle und das Große Zwergenloch erkunden möchten. Aber leider liegen diese wohl oberhalb vom Weg auf einer steilen Böschung. Beide kniemarod entscheiden wir uns gegen die Kraxlerei zwecks Höhlenerkundung. Bald danach überqueren wir die schöne Zweierwiesen und die Landstraße.

Lilly Omas Lieblingsplatzerl
Nun geht’s hoch auf den Pfaffenkogel. Einen Aussichtspunkt, der auf der Karte eingezeichnet ist, kann ich schwer auslassen, selbst wenn er etwas abseits vom geplanten Weg liegt. Ein nagelneues Bankerl, „Lilly Omas Lieblingsplatzerl“, lädt zu einer Pause mit Aussicht ein. Lilly Oma hat einen ausgezeichneten Geschmack.


Steinerner Stadl
Den Pfaffenkogel selbst lassen wir rechts liegen und gehen zum nächsten Aussichtspunkt, der Hans-Lohr-Kanzel. Da es etwas diesig ist, ist die Aussicht hier nicht so eindrucksvoll. Doch der richtige Höhepunkt dieser Wanderung liegt ganz in der Nähe: der Steinerne Stadl, eine große Durchgangshöhle, die wir ausgiebig bewundern.


Die Fortsetzung unseres Weges müssen wir uns erst suchen. Denn auf der anderen Seite des Stadls führt zwar ein Weg am Zaun entlang, aber das ist nicht der richtige. Ratlos gehen wir wieder zurück und kommen dann drauf, dass man über den Stadl gehen muss. Von hier oben merkt man garnicht, dass drunter eine Höhle liegt.
Da unser Weg von nun an nur noch bergab führt, halten wir auf dem Bankerl in der Nähe Mittagspause. Frisch gestärkt „rollen“ wir durch den Föhrenwald immer sanft bergab zum Teufelsmühlstein, einem großen Felsblock, der leider vom Weg aus schlecht sichtbar ist. Mutige können ihn erklimmen oder auch den Weg rundherum erkunden.
Eine Blindschleiche kreuzt unseren Weg, und wir sehen viele Föhren, von denen früher das Baumharz/Pech gewonnen wurde.


Weiter nach Wöllersdorf
Wir gehen weiter nach Wöllersdorf zur Bushaltestelle „Wöllersdorf Mühle“, von wo uns schon nach kurzer Zeit ein Regionalbus nach Wiener Neustadt bringt. Alternativ kann man auch ein kleines Stück weiter zum Bahnhof Wöllersdorf gehen und mit dem Regionalzug R 97 ebenfalls nach Wiener Neustadt oder bis Wien fahren. Mit dem Bus kommend haben wir in Wiener Neustadt wieder die Wahl zwischen dem Railjet und dem Regionalzug. Entsprechend dem Tagesmotto entscheiden wir uns auch hier für die gemütliche Variante.




