Eine gemütliche Runde zum Ödensee und zum Ödenseemoor

Rund um den Ödensee. Foto: Alice Frischherz

Wir verbringen eine Nacht in Bad Mitterndorf. Ich bin aus Gleisdorf angereist und meine Schwester Johanna und ihr Sohn aus Wien. Obwohl die beiden eine direkte Verbindung von Wien Westbahnhof haben und ich zweimal umsteigen muss, bin ich schneller dort. Irgendeinen „Heimvorteil“ muss ich als Steirerin ja fast haben, obwohl ich fast ans andere Ende des Bundeslandes reise. Ich fahre zuerst mit der S3 von Gleisdorf nach Graz. Die Umstiegszeit ist nicht lange, aber reicht leicht aus. Ich nehme als Nächstes den Interregio in Richtung Linz. In Selzthal steige ich in die Ausseerbahn um. Seit dem großen Fahrplanwechsel im Dezember 2025 steigt man in Selzthal auf diesen Zug um und nicht mehr in Stainach-Irdning. Ein paarmal bin ich seither schon auf der Strecke unterwegs gewesen und jedes Mal hat der Umstieg geklappt. Früher musste ich dort manchmal zittern – eine klare Verbesserung! Johanna und mein Neffe kommen circa 30 Minuten später an. Wir verbringen einen Nachmittag in und rund um Bad Mitterndorf und fahren am nächsten Morgen genau eine Station von Bad Mitterndorf Heilbrunn nach Kainisch, wo wir unsere Wanderung nach nur 6 Minuten Zugfahrt beginnen.

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Bahhof Kainisch und der Begleitweg entlang der Gleise. Foto: Alice Frischherz
Bahhof Kainisch und der Begleitweg entlang der Gleise. Foto: Alice Frischherz

Die Schilder zum Ödensee sehen wir schon bei der nächsten Kreuzung, wir folgen aber zunächst dem Begleitweg (auch Fahrradweg) neben den Gleisen und gehen in Richtung Karstquellen Strumern. Auf der Asphaltstraße findet es vor allem mein Neffe fad, aber der Wald entschädigt für den kurzen Hatscher.

Endlich weg von der Asphaltstraße. Foto: Alice Frischherz
Endlich weg von der Asphaltstraße. Foto: Alice Frischherz
Abwechslungsreiche Waldwege. Foto: Alice Frischherz
Abwechslungsreiche Waldwege. Foto: Alice Frischherz

Die Waldwege sind eher einfach aber abwechslungsreich und vor allem schön schattig. An den Karstquellen kommen wir auch vorbei, hier fließt gerade allerdings kaum Wasser was wohl dem heißen und vielerorts trockenen Sommer geschuldet ist. Nach der Karstquelle folgen wir den Schildern zum Ödensee. Bisher war alles recht gut beschildert.

Auch die Forststraße im Wald ist schön. Foto: Alice Frischherz
Auch die Forststraße im Wald ist schön. Foto: Alice Frischherz

Über eine Forststraße ists noch ein Stück und nach gesamt rund 6 km gelangen wir zum Südostufer des Sees. Hier empfiehlt es sich in irgendeiner Art, eine Runde oder Fast-Umrundung um den See zu machen, denn er ist von allen Seiten schön. Es gibt sogar einen barrierefreien Rundweg. Wir gehen gegen den Uhrzeigersinn bis zur Kohlröserlhütte. In der unteren Etage gibt es Getränke. Im oberen Geschoss kann man im Restaurant auch etwas essen.

Weiter geht’s durch beziehungsweise am Rand des Moors entlang zurück nach Kainisch. Auch hier war der Weg gut beschildert.

Uns ist aufgefallen, dass die typischen Gäste bis zur Hütte mit dem Auto fahren (es gibt einen Parkplatz), eine Runde um den See spazieren, eventuell einkehren und wieder zurückfahren. Dabei ist der direkte Weg vom Bahnhof oder von der Bushaltestelle in der Ortschaft wirklich nicht weit entfernt. Wir kommen im Wald noch an zwei kleinen Teichen vorbei und gehen dann am Moor entlang. Zur linken das Moor auf der rechten Seite saftig grüne Wiesen. Hier hat es für österreichische Verhältnisse diesen Sommer wohl mehr geregnet.

Rückweg nach Kainisch am Moor entlang. Foto: Alice Frischherz
Rückweg nach Kainisch am Moor entlang. Foto: Alice Frischherz
Panorama beim Rückweg. Foto: Alice Frischherz
Panorama beim Rückweg. Foto: Alice Frischherz
Überquerung der Kainischtraun. Foto: Alice Frischherz
Überquerung der Kainischtraun. Foto: Alice Frischherz

Der Grimming ist natürlich auch immer wieder im Blick. Beim Moor gibt es eine Aussichtsplattform, die wir uns auch anschauen. Wir gelangen zurück nach Kainisch. Rechts ginge es zum Bahnhof aber wir gehen zur Bushaltestelle im Ort und fahren mit dem Bus 950 nach Stainach-Irdning Bahnhof (was natürlich auch mit dem Zug geht). Wir reisen noch nicht heim, sondern fahren nach Schladming, wo wir unsere nächsten Öffi Abenteuer erleben. Der R9 fährt pünktlich los, muss auf der Strecke einmal einen anderen Zug abwarten, sodass wir mit ein paar Minuten Verspätung in Schladming eintreffen. Wir gehen zu unserer nächsten Unterkunft und müssen uns erst an den Kontrast zwischen Ausseerland und High-Life in Schladming gewöhnen.

Fazit

Eine sehr nette Runde für (fast) alle Jahreszeiten, würde ich annehmen. Beim See waren relativ viele andere Besucher, am Beginn unserer Runde waren wir ziemlich alleine. Rund um den See waren hier auch einige Radfahrer:innen unterwegs, somit könnte man die Runde auch als Bike & Hike planen und noch erweitern.

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   3:00 Std Wandern   100 HM   100 HM   10 km   GPX Track

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