Immer wieder schön: Die Wanderung auf die Taghaube

Gipfelglück im Spätsommer …Foto: Peter Backé

Die Wanderung auf die Taghaube im Süden des Hochkönigstocks mag ich sehr. Die Tour ist nicht sonderlich lang, bietet spektakuläre Landschaftseindrücke und ist öffentlich sehr gut erreichbar. Dazu liegt mit der Erichhütte eine sehr gastliche Einkehrmöglichkeit direkt an der Wanderroute.

Anreise

Wer aus der Stadt Salzburg oder aus dem Pongau anreist, fährt mit dem Zug bis Bischofshofen, weiter geht es mit dem Bus zum Ausgangspunkt der Tour unweit des Dientner Sattels (mit Umsteigen in Mühlbach). Aus dem Pinzgau erfolgt die Anfahrt bis Lend oder Saalfelden mit dem Zug, dann mit dem Linienbus, wobei wir in Dienten umsteigen müssen. Während der Wandersaison verkehren die Busse untertags zumeist stündlich (Stand: 2026).

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Umstiegsinfo im Zug: Weiter geht es mit Bus 590, ab Mühlbach dann mit Bus 593. Foto: Peter Backé
Umstiegsinfo im Zug: Weiter geht es mit Bus 590, ab Mühlbach dann mit Bus 593. Foto: Peter Backé

Auf Tour

Wir starten bei der Bushaltestelle Dienten Parkplatz Erichhütte, die an der Hochkönigstraße zwischen Mühlbach und Dienten liegt. Auf einem Güterweg geht es über Almböden zur Erichhütte hinauf. Dabei passieren wir mehrere Drehkreuze und kommen an einigen Brunnen bzw. Viehtränken vorbei.

Auf der Schönbergalpe. Foto: Peter Backé
Auf der Schönbergalpe. Foto: Peter Backé

Bei der Erichhütte halten wir uns leicht nach rechts und wandern nun auf einem Steig über die oberen Wiesen der Schönbergalpe auf die Taghaubenscharte zu. Auf 1.713 Metern Höhe teilt sich der Weg. Hier gehen wir rechts weiter. Der Weg führt durch die Südwestflanke der Taghaube bergan und wird bald alpiner (Stellen T3).

Anstieg über die Almböden … Foto: Peter Backé
Anstieg über die Almböden … Foto: Peter Backé
… auf denen im Sommer Kühe und Schafe weiden (der rechte Zacken ist die Taghaube). Foto: Peter Backé
… auf denen im Sommer Kühe und Schafe weiden (der rechte Zacken ist die Taghaube). Foto: Peter Backé

Durch den Latschengürtel steigen wir ins alpine Ödland auf und erreichen schließlich den Südgrat der Taghaube, der den finalen Aufstieg vermittelt. Im obersten Teil des Anstiegs sind ein paar kurze Kraxelstellen zu bewältigen; eine Leiter hilft uns, eine kurze Steilstufe zu überwinden.

Versicherte Stelle am Grat. Foto: Peter Backé
Versicherte Stelle am Grat. Foto: Peter Backé

Wir passieren eine Gedenkplatte und erreichen kurz darauf das Gipfelkreuz der Taghaube. Der Blick in die gewaltigen Südabstürze des Hochkönig-Massivs beeindruckt ebenso wie die Aussicht in die Hohen Tauern.

Genialer Tauernblick. Foto: Peter Backé
Genialer Tauernblick. Foto: Peter Backé
Gipfelglück im Spätsommer …Foto: Peter Backé
Gipfelglück im Spätsommer …Foto: Peter Backé
… und im November. Foto: Peter Backé
… und im November. Foto: Peter Backé

Der Abstieg folgt der Anstiegsroute. Ab der Erichhütte können wir entweder zum Startpunkt der Tour oder auch nach Dienten hinunterwandern (+1 ½ Stunden).

Beim Abstieg lädt die Erichhütte zur Einkehr ein. Foto: Peter Backé
Beim Abstieg lädt die Erichhütte zur Einkehr ein. Foto: Peter Backé

Die gesamte Wanderung ist gut beschildert und markiert, so dass die Orientierung problemlos ist.

Option Klettersteig

Wer gerne klettert, kann bei der Gabelung auf 1.713 Metern Höhe geradeaus weitergehen, zur Taghaubenscharte ansteigen und von dort den anspruchsvollen Grandlspitz-Klettersteig (C/D) absolvieren; der Einstieg befindet sich kurz vor der Scharte. Anschließend traversieren wir zur Taghaube (mit einer C-Stelle). Der Abstieg erfolgt auf dem oben beschriebenen Normalweg über die Erichhütte.

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   4:00 Std Wandern   800 HM   800 HM   6.5 km   GPX Track

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